Kategorien

Der Deutsche Computerspielpreis wird in 7 Kategorien ausgelobt. Zur Teilnahme aufgefordert sind alle Publisher und Entwickler von Computerspielen mit Standort Deutschland. Studenten und Schüler deutscher Bildungsinstitute, die nicht im Firmenzusammenhang stehen, können in den entsprechenden Kategorien ihre Spielkonzepte einreichen.

Bestes Deutsches Spiel

In dieser Kategorie wird das beste Spiel prämiert — unabhängig von der Zielgruppe, des Genres und der verwendeten Spieleplattform. Wichtig ist, dass das Spiel technisch und künstlerisch hochwertig sowie kulturell und pädagogisch wertvoll ist, aber auch Spaß und Unterhaltung bietet.

Die technische Qualität bemisst sich beispielsweise nach Faktoren wie gutem Balancing des Schwierigkeitsgrades, funktionaler Steuerung und Darstellung, akzeptablen Ladezeiten und souveränem Umgang mit Stärken und Schwächen der jeweiligen Spieleplattform.

Die künstlerische und kulturelle Qualität eines Spiels äußert sich unter anderem in der Behandlung gesellschaftlicher Themen, der Auseinandersetzung mit kultureller Identität, seiner ästhetisch-dramaturgischen Faszinationskraft sowie seinem Hervorstechen im Vergleich mit anderen Medien und Spielen.

Ein pädagogisch-didaktischer Wert kommt Spielen zu, die die Lebenswelt der Zielgruppe thematisieren, ohne zu über- oder unterfordern, unaufdringlich Werte, Lerninhalte oder Medienkompetenz vermitteln und entwicklungsförderlich sind.

Das „Beste Deutsche Spiel” muss natürlich auch Spielspaß und Unterhaltung bieten, also unter anderem motivierend und spannend sein, einen fesselnden Spielfluss aufweisen, Gelegenheiten für Selbstwirksamkeitserleben bieten, ein breites Publikum ansprechen und sich durch Originalität, Charme und Attraktivität auszeichnen.

 

 

Bestes Kinderspiel

In die Preiskategorie Kinderspiel fallen Spiele, die keine Jugendspiele sind, sich vornehmlich an Kinder bis 12 Jahre richten und eine Altersfreigabe der USK von höchstens 6 Jahren aufweisen.
Prämierungswürdige Kinderspiele sollten eine hohe pädagogische Qualität besitzen und damit Anknüpfungspunkte zur kindlichen Lebenswelt aufweisen, Werte, Allgemeinwissen und Umgangsformen vermitteln, die jungen Spieler keinesfalls überfordern oder ängstigen, ihnen Lernmöglichkeiten hinsichtlich allgemeiner Kompetenzen bieten und Kinder Rollen erproben lassen, ihre Neugier wecken und sie zu Empathie anregen.
Der kulturell-künstlerische und technische Wert sollte nicht zu kurz kommen. Spielspaß und Unterhaltung sind für die Entfaltung der pädagogischen Wirkung unabdingbar.

 

 

Bestes Jugendspiel

In diese Preiskategorie fallen Spiele, die keine Kinderspiele sind, sich vornehmlich an Jugendliche ab 12 Jahren richten und eine Altersfreigabe der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)“ von höchstens 16 Jahren aufweisen.
Die Kategorie legt besonderes Augenmerk auf die künstlerisch-kulturelle Qualität des prämierten Spiels. Ein künstlerisch-kulturell wertvolles Jugendspiel besitzt eine (pop-) kulturelle Relevanz und weist Bezüge zur Spieletradition auf. Es fördert die Reflexion kultureller Identität, fasziniert durch seine Ästhetik oder Dramaturgie und behauptet sich gegenüber Werken anderer Mediengattungen sowie aus demselben Genre. Es ist jugendaffin gestaltet und bietet Jugendlichen Spielspaß und Unterhaltung.

 

 

Bestes Mobiles Spiel

In diese Preiskategorie fallen Spiele für alle Altersrguppen, die für mobile Endgeräte (z.B. mobile Konsolen, PDAs, Mobiltelefone, Smartphones, Pocket PCs oder Tablets) entwickelt worden sind. Sie werden auch als „Handheldspiele” bezeichnet. Die Plattformen entwickeln sich ebenso dynamisch wie die angebotene Software, sodass Mobile Games ein Innovationsmotor sind und technisches Neuland erschließen. Sie begeistern durch innovative Spielkonzepte und alternative Steuerungsmethoden und tragen die Gamingkultur in neue Zielgruppen hinein.

 

 

Bestes Serious Game

In dieser Preiskategorie wird das beste Serious Game ausgezeichnet, unabhängig von der Altersgruppe, an die es sich richtet. Serious Games verhandeln ernste Themen auf spielerische Weise und nutzen damit die Motivation einer unterhaltsamen Spielmechanik für die Vermittlung von Kompetenzen, Bildung und Wissen. Sie nutzen Technologien aus der Unterhaltungssoftwareindustrie wie z.B. Simulationen für Aus- und Weiterbildung und Training. Zudem gestatten sie das spielerische Erschließen komplexer Zusammenhänge und regen zur Erprobung neuer Strategien, Taktiken und Herangehensweisen an Probleme an. Die überzeugende Übertragung aus der Spieleindustrie stammender Technologien in andere Bereiche ist ebenfalls prämierungswürdig.

 

 

Bestes Browsergame

Hierbei handelt es sich um Spiele, die durch den Nutzer direkt über den Browser gespielt werden können. Die Berechnung der meisten Spieldaten geschieht serverseitig oder – falls lokal – für den Nutzer unmerklich und umstandslos. Damit stellen Browsergames geringe technische Anforderungen an den Rechner des Spielers und seine technische Kompetenz. Somit zeichnen sie sich durch leichte Zugänglichkeit aus, können aber auch komplexe Spielerlebnisse bieten. Die meist vorgesehene Einbettung des Spielers in eine Community erweitert die Spielerfahrung ins Soziale hinein. Browsergames sind ein ideales Terrain für spielerische Innovation und warten oftmals mit experimentellen Spielideen auf. Eingereicht werden können Spiele für alle Altersgruppen.

 

 


Bestes Nachwuchs-Konzept aus Schüler- und Studentenwettbewerb

Diese Kategorie soll den Nachwuchsbereich fördern. Prämierungswürdig sind Spiel-Konzepte, Prototypen oder Demoversionen, die von Studenten oder Schülern an einer (Hoch-) Schule erarbeitet wurden. Das Preisgeld kann ausdrücklich auch für geplante Firmenausgründungen Verwendung finden.